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Fahrräder sind für viele Personen ein beliebtes Fortbewegungsmittel. Das Fahrrad ist klimaneutral, hält fit und fördert die Bewegung an der frischen Luft. Immer mehr Städte setzen auf den Ausbau von Radwegen und Fahrrad fahren ist zum Trendsport geworden. Für all die, die an sich und die Umwelt denken. Aber mit Kind ist das nicht immer so einfach.

Damit Du und dein Kind die Freuden des Fahrradfahrens gemeinsam erleben könnt, haben wir uns in diesem Kinderfahrradsitz Test 2021 mit den wichtigsten Kaufkriterien intensiv auseinandergesetzt. In unserem Ratgeber beantworten wir darüber hinaus die wichtigsten Fragen rund um das Thema Kinderfahrradsitze.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kinderfahrradsitze können am Lenker oder hinter dem Sattel befestigt werden. Am Lenker sollten Kinder nur bis zu einem Maximalgewicht von 15 Kilogramm mitfahren.
  • Die Gewichtsuntergrenze für Kinder liegt bei 9 Kilogramm. Darunter sollten sie nicht auf einem Kinderfahrradsitz mitgenommen werden. Die Obergrenze für den Transport von Kindern liegt bei 22 Kilogramm.
  • Fahrradsitze für Kinder müssen der geltenden DIN EN 14344 Vorschrift entsprechen. Diese Vorschrift wird an den Sitzen durch ein GS – Siegel oder ein TÜV – Zertifikat kenntlich gemacht.

Kinderfahrradsitz Vergleich: Bewertungen und Empfehlungen

Auf der Suche nach dem richtigen Fahrradsitz für Kinder kann man schnell den Überblick verlieren. Wir haben uns mit unterschiedlichen Modellen beschäftigt und stellen die Testsieger der jeweiligen Kategorien vor.

Der beste Allround Kinderfahrradsitz

Der Jockey 3 von der Marke Britax Römer ist der Allrounder unter den Kindefahrradsitzen. Dieses Modell ist für Kinder zwischen 9 und 22 Kilogramm geeignet und wird hinter dem Sattel montiert. Der Sitz ist größenverstellbar und wächst mit dem Kind mit.

Der Jockey 3 hat eine verstellbare Rückenlehne, sodass Kinder auch während der Fahr ruhen oder schlafen können. Weiterhin ist das Modell mit einem Federstahlbügel ausgestattet, sodass Stöße zusätzlich abgedämpft werden. Dazu gibt es wendbare Sitzbezüge, die den Komfort für das Kind erhöhen.

Bewertung der Redaktion: Mit diesem Modell bist Du auf der sicheren Seite. Der Sitz kann im Handumdrehen verstellt werden und mit nur einem Griff an einem anderen Fahrrad befestigt werden. Für regelmäßige Radtouren ist dies der geeignete Sitz für Kinder.

Der beste Mini – Kindefahrradsitz

Der Fahrradsitz Mini von Yepp ist ein Modell für die kleineren Fahrgäste. Mit diesem Sitz können Kinder zwischen 9 und 15 Kilogramm vorn am Lenker transportiert werden. Die Fußstützen können unterschiedliche eingestellt werden, sodass sie den Sitz lange nutzen können.

Der Sitz des Mini ist aus Nylon gefertigt, weshalb er auch ohne Sitzpolster komfortabel ist. Das Modell überzeugt durch das Gewicht. Das Gesamtgewicht des Mini beträgt 2 Kilogramm und somit ist dieses Modell eines der leichtesten auf dem Markt.

Bewertung der Redaktion: Der Fahrradsitz von Yepp eignet sich für Personen, die mit dem Fahrrad regelmäßige aber kurze Wege machen und deren Kinder gern in Fahrtrichtung schauen.

Der beste anpassbare Fahrradsitz für Kinder

Der Fahrradsitz Bilby von der Marke Fischer bietet mit einem 5-Punkt-Gurtsystem und Reflektoren an 3 Seiten einen hohes Maß an Sicherheit.

Der Bilby überzeugt darüber hinaus durch seine Anpassungsfähigkeit. Der Sitz kann sowohl an 26 Zoll sowie an 28 Zoll Fahrräder montiert werden. Außerdem ist dieses Modell höhenverstellbar und die Fußrasten können mit nur einem Griff in 12 unterschiedliche Positionen gebracht werden.

So wächst das Modell mit dem Kind mit. Darüber hinaus wurde die Sitzschale ergonomisch konzipiert und die Helmaussparung fördert eine gesunde Körperhaltung des Kindes.

Bewertung der Redaktion: Durch die Reflektoren an allen Seiten ist der Bilby insbesondere für all diejenigen geeignet, die im Dunkeln am Straßenverkehr teilnehmen.

Der beste Kindefahrradsitz für E- und Mountainbikes

Hamax gehört zu den Marktführern auf dem skandinavischen Markt und legt Wert auf Sicherheit und Komfort. Mit dem Caress hat Hamax ein Modell entwickelt, dass auch für die etwas anderen Fahrräder geeignet ist.

Der Caress ist so konzipiert, dass er auch an E-Bikes und Mountainbikes angebracht werden kann. Egal ob dein Fahrrad einen Gepäckträger hat oder nicht – der Caress kann angebracht werden.

Bewertung der Redaktion: Dieses Modell ist optimal für all diejenigen, bei denen gewöhnliche Fahrradsitze nicht angebracht werden können. Das Modell ist TÜV geprüft und wurde 2018 zum Testsieger von Stiftung Warentest gekürt.

Der beste Click & Go Kinderfahrradsitz

Die Marke Urban Iki kombiniert japanische Spitzentechnologie mit niederländischem Design. So entsteht ein Modell, dass den höchsten Sicherheitsanforderungen entspricht und dennoch stylisch urban aussieht.

Die Click & Go Funktion ermöglicht es, mit nur einer Hand den Sitz zu verstellen und den Gurt zu schließen. Dieses Modell ist unschlagbar für all diejenigen, die oft alleine mit Kind unterwegs sind und nur eine Hand freihaben.

Bewertung der Redaktion: Dieses Modell von Urban Iki ist gut durchdacht. Die Click & Go Funktion hilft allen Multitasking-Spezialisten und der Sitz ist in stylisch matten Sommerfarben erhältlich.

Kinderfahrradsitze: Kauf- und Bewertungskriterien

Mit dem Fahrrad schnell noch zum Einkaufen oder die Kinder zur Schule und zum Sport chauffieren. Mit dem richtigen Kinderfahrradsitz ist das kein Problem. Die wichtigsten Kaufkriterien haben wir im Folgenden für Dich zusammengefasst.

Ein Fahrradsitz für Kinder sollte richtig ausgewählt werden, damit sowohl FahrerIn als auch Kind Freude beim Fahren haben. Neben Sicherheit und Komfort können auch Befestigungsart und Extras eine wichtige bei der Kaufentscheidung einnehmen.

Maße

Im ersten Schritt sollte vor dem Kauf auf die Maße geachtet werden. Viele Modelle sind in der Größe verstellbar und dadurch länger nutzbar. So können Kind und Sitz gemeinsam wachsen. Neben verstellbaren Fußschalen kann bei einigen Modellen auch die Kopfstütze in der Höhe verstellt werden.

Auch sollte darauf geachtet werden, dass der Sitz ergonomisch geformt ist und eine Helmaussparung für das Kind hat. In jungen Jahren ist die Wirbelsäule noch sehr weich und kann durch langanhaltende Fehlhaltungen geschädigt werden.

Befestigungsart

Die meisten Fahrradsitze für Kinder sind so konzipiert, dass die Sitze an nahezu alle Arten von Fahrrädern befestigt werden können. Dabei lässt sich zwischen 3 Befestigungsarten unterscheiden.

  1. Hinter dem Sattel
  2. Vor dem Lenker
  3. Hinter dem Lenker

Von Modellen, die vor dem Lenker befestigt werden wird heutzutage abgeraten, da die Lenkung dadurch wackelig werden kann und Kinder dort vergleichsweise am wenigsten geschützt sind.

Kinderfahrradsitze sollten niemals an beweglichen Fahrradteilen montiert werden!

Je nach Modell werden die Sitze für Kinder am Rahmen, am Sattelrohr, am Gepäckträger und am Sattelrohr oder am Steuerrohr angebracht. Vor dem Kauf sollte darauf geachtet werden, ob Fahrrad und Befestigungsart wirklich kompatibel sind. Andernfalls könnte der Sitz nicht brauchbar sein.

Gewicht

Bei dem Kriterium Gewicht muss zum einen das Gewicht des Kindes berücksichtigt werden und zum anderen sollte das Gewicht des Sitzes ebenfalls einbezogen werden.

Für Kindern unter 15 Kilogramm können Fahrradsitze sowohl hinter dem Sattel, als auch vorn am Lenker befestigt werden. Durch das zusätzliche Gewicht am Lenker kann sich die Fahrweise merklich verändern.

Je größer und schwerer das Kind, desto größer die Veränderung beim Fahren. Kinder ab 15 Kilogramm sollten nur noch hinter dem Sattel mitfahren, da sie für den Transport am Lenker zu schwer sind.

Unterschiedliche Modelle sind unterschiedlich schwer. Einige Modelle wiegen kaum 1 Kilogramm, andere können mehr als 5 Kilogramm Gewicht aufbringen. Besonders bei weiten Strecken zählt manchmal jedes Gramm. Lade Dir selbst nicht mehr Gewicht auf, als notwendig ist.

Sicherheit

Die Sicherheit der Kinder ist für viele Eltern wohl der wichtigste Punkt. Die Kleinen sollen beim Fahren bestmöglich geschützt sein. Regel Nummer 1 ist dabei der Helm für das Kind! Achte darauf, dass der Helm rutschfest sitzt und dein Kind auch wirklich schützen kann.

Fahrradsitze für Kinder müssen seit 2004 den geltenden DIN EN 14344 entsprechen. Diese Vorschriften gelten für Modelle, die für Kinder mit einem Körpergewicht zwischen 9 und 22 Kilogramm hergestellt werden. Ob das Modell der Norm entspricht, kann am Siegel erkannt werden. Die DIN – Tauglichkeit muss mit einem GS – Siegel oder TÜV – Zertifikat gekennzeichnet werden.

Der sicherste Platz zum Mitfahren ist der Hecksitz, hinter dem Sattel. Hier ist dein Kind am besten vor Fahrtwind und Stürzen geschützt. Um mehr Sicherheit zu gewährleisten, sollte ein Klemmschutz mitbestellt werden.

Dieser Schutz bedeckt die Sattelfederung und verhindert somit, dass das Kind die Hände zwischen die Federung steckt und sich die Finger einklemmt. Daneben gibt es noch den Speichenschutz.

Dieser verhindert, dass das Kind mit den Füßen in die Fahrradspeichen gerät und einen Unfall auslöst. Fahrräder haben in der Regel einen Speichenschutz. Wer besonders sicher gehen will, sollte eine Radverkleidung anbringen.

Ein weiterer Punkt ist das integrierte Gurtsystem. In der Regel haben Kinderfahrradsitze einen 3-Punkt- oder 5-Punkt-Gurt. Die Zahl zeigt an, an wie vielen Punkt der Gurt fixiert wird. Bei einem 3-Punkt-Gurtsystem verläuft ein Gurt zwischen den Beinen des Kindes und je einer über die Schultern.

Bei einem 5-Punkt-Gurtsystem gibt es zusätzlich rechts und links noch einen Gurt, mit dem das Kind gesichert werden kann. Darüber hinaus dürfen die Gurte von den Kindern nicht eigenständig zu öffnen sein.

Ein spezielles Schloss muss angebracht sein, damit die Kinder sich während der Fahrt nicht selbst losschnallen können. Kindersichere Schlösser sind Standard und sollten bei jedem Modell integriert sein.

Auch auf die Reflektoren sollte bei der Kaufentscheidung Rücksicht genommen werden. Einige Modelle haben Reflektoren lediglich hinten, andere auch an den Seiten des Sitzes. Mit mehr Reflektoren sind Du und dein Kind sicherer, da ihr leichter von anderen Verkehrsteilnehmern bei Dunkelheit wahrgenommen werdet.

Extras

Zusätzlich gibt es noch einige Extras, denen vor der Kaufentscheidung noch Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. Diese erhöhen dem Komfort und machen das Fahrradfahren mit den Kleinen angenehmer. Denn etwas anstrengenderess, als ein schlecht gelauntes Kind, kann es beim Radfahren kaum geben.

Extra Erläuterung
Anpassbare Elemente Ein wichtiges Extra ist die Anpassungsfähigkeit an unterschiedliche Situationen. Damit Kinder während einer Fahrradtour schlafen können sollte darauf geachtet werden, dass die Rückenlehne der Sitze verstellbar ist, sodass das die Lehne leicht nach hinten geneigt ist und das Kind gut schlafen kann. Das geht aber nur bei Sitzen, die hinter dem Sattel befestigt werden. Darüber hinaus sollte der Sitz in der Größe verstellbar sein, sodass er mitwachsen kann. Für Abwechslung beim Fahren bieten sich Modelle an, die sowohl am Lenker als auch hinter dem Sattel angebracht werden können.
Polster Sitzpolster erhöhen den Komfort und dämpfen Stöße zusätzlich ab. Achte darauf, dass die Sitzpolster abnehmbar und waschbar sind. Schulterpolster sind am Gurt befestigt und sollen den Tragekomfort erhöhen. So können die Gurte nicht einschneiden oder ein unangenehmes Gefühl auf der Haut hinterlassen.
Lüftungsschlitze Während langer Radtouren im Sommer kann es in einem Fahrradsitz für Kinder unangenehm warm werden. Hier helfen Lüftungsschlitze in der Rückenlehne und der Sitzfläche.
Regenschutz Mit einem Regenschutz wird der Sitz vor Regen geschützt, nicht aber das Kind. Mit einem Regencape hingegen werden Kind und Sitz vor Nässe geschützt. Das Rückenteil des Capes wird hinter die Rückenlehne gezogen, so dass kein Wasser zwischen die Rückenlehne und den Kinderrücken fließen kann. Mit einem Regencape kannst Du dein Kind auch problemlos bei Niederschlag transportieren und es bleibt trocken und glücklich.

Nicht alle Extras sind zwingend notwendig, jedoch machen sie das Leben meist für alle Beteiligten einfacher. Viele kosten nur wenige Euro, aber bieten einen enormen Mehrwert für Dich und dein Kind.

Kinderfahrradsitze: Häufig gestellte Fragen und Antworten

In diesem Abschnitt klären wir die wichtigsten Fragen rund um das Thema Kinderfahrradsitz. Danach hast du alle Informationen, die du vor einem Kauf benötigst.

Für wen eignet sich ein Kinderfahrradsitz?

Mit einem Kinderfahrradsitz muss es keine Entscheidung zwischen Kind oder Radtour sein. Mit einem Sitz am Fahrrad können Kinder einfach mitgenommen werden. Neben Radtour – Liebhabern eignen sich Kinderfahrradsitze auch für diejenigen, für die das Fahrrad das tägliche Transportmittel ist.

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Mit einem Kindefahrradsitz kannst du dein Kind ab 9 Kg an das Fahrradfahren gewöhnen und überallhin mitnehmen. Die meisten Kinder erreichen dieses Gewicht zwischen 9 und 12 Monaten. (Bildquelle: Alysssa Stevenson / Unsplash)

Egal ob der Weg zum Supermarkt, zum Kindergarten oder zu den Großeltern – insbesondere im städtischen Raum reicht ein Fahrrad häufig vollkommen aus, um mobil zu sein. Fahrradsitze für Kinder ermöglichen es, die Kinder einfach mitzunehmen und im eigenen Tempo voranzukommen.

Ab welchem Alter können Kinder mit einem Kinderfahrradsitz mitgenommen werden?

Kinder müssen selbstständig und stabil sitzen können, bevor sie auf einem Fahrradsitz mitgenommen werden können. Die meisten Kinder können dies in einem Alter von 9 -12 Monaten.

Daneben müssen die Gewichtsgrenzen beachtet werden. Erst ab 9 Kilogramm sollten Kinder auf einem Fahrradsitz mitgenommen werden.

Bis zu welchem Alter können Kinderfahrradsitze genutzt werden?

Kinder können bis zu einem Obergewicht von 22 Kilogramm auf einem Fahrradsitz mittransportiert werden. Das entspricht in der Regel einem Alter von etwa 7 Jahren.

Allerdings muss spätestens ab einem Gewicht von 15 Kilogramm der Sitz hinter dem Sattel befestigt werden. Ist das Kind aus dem Sitz rausgewachsen, ist es an der Zeit für eigenes Fahrrad und selbstständiges Fahren.

Welche Arten von Kinderfahrradsitzen gibt es?

Kinderfahrradsitze werden daran unterschieden, wie die jeweiligen Modelle befestigt werden. Es gibt 3 verschiedene Arten von Sitzen. Diese definieren sich durch die Montage hinter dem Sattel oder am Lenker.

Am Lenker können die Modelle wiederum unterschieden werden in solche, die vor dem Lenker angebracht werden und solche, die zwischen Lenker und Sattel befestigt werden.

Art Vorteile Nachteile
Montage hinter dem Sattel sicherste Art und bequemster Platz, höhere und meist verstellbare Rückenlehne, Schutz vor Fahrtwind, Stöße werden besser abgefangen, sind bis zu einem Gewicht von 22 Kg nutzbar Kind kann nicht nach vorne sehen
Montage am Lenker (davor oder dahinter) Kinder können in Fahrtrichtung sehen – viele mögen das, Du kannst dein Kind sehen, Dein Kind sitzt zwischen deinen Armen können nur bis zu einem Gewicht von 15 Kg genutzt werden, niedrigere Rückenlehne, Sitzposition kann nicht verändert werden, Bewegungsraum der Beine wird eingeschränkt, weniger Sicherheit bei Unfällen, kein Schutz vor Fahrtwind   

Von Kinderfahrradsitzen, die vor dem Lenker angebracht werden, wird heutzutage abgeraten, da sie am wenigsten Sicherheit bieten und das zusätzliche Gewicht die Fahrweise stark beeinflussen kann.

Was kostet ein Kinderfahrradsitz?

Wie viel ein Fahrradsitz kostet, kann von einigen Faktoren abhängen. Wichtig ist, dass du dich nicht aufgrund des Preises für ein unsicheres Modell entscheidest. Die Sicherheit dein Kind sollte es dir wert sein, ein wenig mehr auszugeben.

Fahrradsitz Preis
Fahrradsitze ohne DIN EN 14344 Norm (z.B. Fahrradsitze in DDR Optik) ab 30 Euro
handelsübliche Fahrradsitze in DIN EN 14344 Norm 50 – 100 Euro

Der Preis wird sich abwärts bewegen, wenn du dich nach einem gebrauchten Modell umsiehst. Viele Fahrradsitze sind noch intakt, wenn die Kinder herausgewachsen sind und werden auf Plattformen wie Ebay zu einem günstigen Preis verkauft.

Wo kann ich einen Kinderfahrradsitz kaufen?

Solltest du entschieden haben, dass ein Kinderfahrradsitz das richtige Tool für Dich und den Transport deines Kindes ist, musst du den Sitz nur noch kaufen. Doch wo? Fahrradsitze für Kinder gibt es:

  • im Fachgeschäft
  • im Discounter
  • Online
  • auf dem Flohmarkt / Onlineflohmarkt

In einem Fachgeschäft wirst du die beste Beratung erhalten. Außerdem bieten viele Fachgeschäfte eine kostengünstige Montage des Sitzes am Fahrrad an. So kannst du beim Befestigen nichts falsch machen. In einem Discounter wirst du auf die fachliche Beratung verzichten müssen. Die Auswahl ist begrenzt, dafür der Preis oft niedriger.

Beim Onlinekauf kann Zeit und Geld gespart werden. Häufig sind die Sitze hier günstiger und es können leicht viele verschiedene Modelle verglichen werden. Hier können ganz Ruhe Produktbeschreibungen und Kundenrezensionen studiert werden.

So erfährst du am zuverlässigsten, was der Kinderfahrradsitz in der Praxis taugt. Ein weiterer Vorteil ist, dass du dich an keine Geschäftszeiten halten musst und somit ganz flexibel bist.

Bei einigen Herstellern ist es auch möglich, sich online oder telefonisch beraten zu lassen. Bei dieser Beratung werden aber natürlich die Produkte des eigenen Herstellers vorgestellt und keine anderen Modelle.

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Fahrradsitze für Kinder werden über dem Gepäckträger angebracht, sodass Stöße gedämpft werden (Bildquelle: K8 / Unsplash).

Auf Flohmärkten und Onlineflohmärkten kannst du einen Fahrradsitz leicht für die Hälfte des Preises haben. Insbesondere alte DDR Fahrradsitze wirst du bei Privatanbietern auf Flohmärkten oder Onlineplattformen zu kaufen finden.

Welche Alternativen gibt es zu einem Kinderfahrradsitz?

Neben einem Kinderfahrradsitz gibt es auch andere Alternativen, mit denen Kinder mit dem Fahrrad mitgenommen werden können.  Weitere Alternativen sind der Fahrradanhänger und das Lastenfahrrad.

Alternative Beschreibung
Fahrradanhänger Ist ein Anhänger hinter dem Fahrrad, in dem die Kleinen sitzen können.
Lastenfahrrad Bei einem Lastenfahrrad sind Fahrrad und Anhänger ineinander verbaut. Es gibt 2 – Rad Lastenfahrräder und 3 – Rad Lastenfahrräder.

Aber was sind die Vor- und Nachteile? Wann solltest Du dich für welches Produkt entscheiden? Dafür haben wir dir die Vor- und Nachteile übersichtlich zusammengefasst.

Vor- und Nachteile eines Kinderfahrradsitzes

Nachdem wir uns intensiv mit Kinderfahrradsitzen auseinandergesetzt haben – den Kaufkriterien, verschiedenen Modellen und Fragen, kommt hier nochmal eine kurze Übersicht über die Vor- und Nachteile.

Vorteile
  • Die Befestigung geht schnell.
  • Der Sitz kann an die Größe des Kindes angepasst werden.
  • Dein Kind ist nah bei Dir.
  • Niedriger Anschaffungspreis.
  • Geringes Gewicht.
  • Kaum zusätzlicher Platzverbrauch.
  • Besser auf schmalen Radwegen und Straßen.
Nachteile
  • Das Kind muss eigenständig sitzen können.
  • Bei langen Radtouren fangen Kinder häufig an zu quängeln, weil die Sitzposition nicht verändert werden kann.
  • Kind ist nicht vor Wind, Regen und Kälte geschützt.
  • Zusätzliches Gepäck muss in Packtaschen oder Fahrradkörben am Lenker transportiert werden.
  • Die Fallhöhe ist höher und somit auch das Verletzungsrisiko im Falle eines Unfalls.

Wem ein Fahrradsitz für Kinder nicht zusagt, kann es mit einem Fahrradanhänger versuchen.

Vor- und Nachteile eines Fahrradanhängers

Ein Fahrradanhänger wird hinten an das Fahrrad angehangen. Der Anhänger kann  an unterschiedliche Fahrräder gehangen werden, sodass während des Ausfluges gewechselt werden kann.

Vorteile
  • Kind sitzt bequem und ist vor Wettereinflüssen geschützt.
  • In Fahrradanhänger passen meist 2 Kinder.
  • Hinter den Sitzen ist noch zusätzlicher Stauraum für Einkäufe, Gepäck etc.
  • Das Kind kann die Sitzposition beim Fahren ändern und so schlafen oder spielen.
  • Hochwertige Fahrradanhänger sind faltbar und leicht verstaubar.
  • Das Fahrrad kann ohne Anhänger ganz normal genutzt werden.
  • Die Fallhöhe ist geringer und somit auch das Verletzungsrisiko.
Nachteile
  • Die Distanz zwischen FahrerIn und Kindern ist größer.
  • Auf engen Radwegen kann Gegenverkehr ein Problem werden.
  • Fahrrad + Anhänger benötigen mehr Platz als ein Kinderfahrradsitz.
  • Das Gewicht des Anhängers ist höher als das eines Sitzes.
  • Der Anschaffungspreis ist höher als bei einem Kinderfahrradsitz.

In Fahrradanhängern und Lastenfahrrädern sitzen Kinder sicherer, da die Außenwände aus stabilem Material hergestellt werden und die Kinder so im Falle eines Unfalls gut geschützt sind.

Vor- und Nachteile eines Lastenfahrrads

Lastenfahrräder müssen in Deutschland erst noch ankommen. In den Niederlanden sind sie schon weit verbreitet. Die Vor- und Nachteile im Vergleich zu einem Fahrradanhänger sind hier zusammengefasst.

Vorteile
  • Die Traglast eines Lastenfahrrads ist höher als die eines Fahrradanhängers.
  • Kinder können nach vorn sehen.
  • Mit Lastenfahrrädern können bis zu 3 Kinder transportiert werden.
  • Größere Kinder haben mehr Platz und Bewegungsfreiraum.
Nachteile
  • Das Fahrgefühl ändert sich stark und daran muss sich erst gewöhnt werden.
  • Der Anschaffungspreis ist höher als bei einem Fahrradanhänger.

Lastenfahrräder gibt es mit 2 -Rädern oder 3 – Rädern. 2 – Rad – Lastenfahrräder sind in der Regel schmaler, als solche mit 3 Rädern. Dafür sind die mit 3 Rädern stabiler und die Bewegungen der Kinder werden besser auf die 3 Räder verteilt.

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Ein Lastenfahrrad vereint Fahrrad und Anhänger in einem Gerät. In Deutschland noch recht unbekannt, aber in den Niederlanden schon im Trend (Bildquelle: Sven Brandsma / Unsplash)

2 – 3 Kinder und ein Familieneinkauf können schnell ein paar Kilo Gewicht aufbringen. Hier bieten sich Lastenfahrräder mit E – Motor an. Diese unterstützen dich beim Fahren. Besonders in bergigen Gegenden kann das eine Erleichterung sein.

Wie befestige ich einen Kinderfahrradsitz sicher?

Die richtige Befestigung des Kinderfahrradsitzes ist wichtig, damit der Sitz Sicherheit garantieren kann. Vor der Montage müssen jedoch einige Dinge beachtet werden.

  • Bei Fahrrädern mit kleinem Rahmen kann es passieren, dass der Sitz nicht richtig befestigt werden kann, weil der Sattel im weg ist.
  • Bei sehr kleinen Fahrrädern muss ausprobiert werden, ob beim Radeln die Fersen oder Knie an den Kindersitz stoßen.
  • Wenn der Fahrradsattel sehr niedrig eingestellt ist, können Haltungsstreben für die Befestigung des Sitzes fehlen.
  • Bei Rennrändern kann kein Frontsitz montiert werden, weil die Distanz zwischen Lenker und Sattel dafür nicht geeignet ist.

Fahrradsitze für Kinder können auf unterschiedliche Weise befestigt werden. Du kannst den Kinderfahrradsitz:

  • hinter dem Sattel anbringen.
  • zwischen Lenker und Sattel befestigen.
  • vor dem Lenker anbringen.

Für die Befestigung der meisten Kinderfahrradsitze werden Stecksysteme benutzt. Es wird eine Halterung am Fahrrad angebracht, auf die der Sitz nur aufgesteckt werden muss. So kann der Kindersitz schnell montiert oder abgenommen werden.

Mit einer zweiten Halterung können Kind und Sitz mit einem Handgriff von einem zum anderen Fahrrad gehoben werden. Je nach Modell wird die Halterung am Rahmen, am Sattelrohr, am Gepäckträger und am Sattelrohr oder am Steuerrohr angebracht.

Viele Modelle werden am Sitzrohr befestigt. Das Sitzrohr ist die Stange zwischen Sattel und Pedalen. Sie ist stabil und kann größere Belastungen aushalten. Für den Kauf musst du wissen, welchen Durchmesser das Sitzrohr deines Fahrrades hat.

Sitze, die am Steuerrohr befestigt werden, können lediglich bis max. 15 kg tragen. Ab einem Alter von etwa drei Jahren und einem Gewicht von 15 kg muss der Fahrradsitz hinter dem Sattel montiert werden.

Von Modellen, die vor dem Lenker befestigt werden wird heutzutage abgeraten, da die Lenkung dadurch wackelig werden kann und Kinder dort vergleichsweise am wenigsten geschützt sind.

Fazit

Wenn mehr als ein Kind transportiert werden soll, stoßen Kinderfahrradsitze an ihre Grenzen. Hier bieten sich Lastenfahrräder oder Fahrradanhänger an. So können problemlos 2 – 3 Kinder und der Einkauf transportiert werden.

Auch bei langen Ausflügen bieten sich diese Modelle an, da die Kinder mehr Bewegungsfreiraum haben und im Wagen miteinander spielen können.

Kinderfahrradsitze eignen sich besonders für all diejenigen, die ihren Alltag mit dem Fahrrad bestreiten. Egal ob Einkaufen, der Weg zu Freunden oder zum Kindergarten. Bei regelmäßiger Nutzung bietet sich ein Kinderfahrradsitz an.

Er hat kaum zusätzliches Gewicht und du wirst, im Gegensatz zum Fahrradanhänger oder Lastenfahrrad, keinen zusätzlichen Platz einnehmen. Besonders auf engen Fahrradwegen sind Kindersitze von Vorteil.

Bildquelle: 123rf / 148693539

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